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Neue EU-Geldtransferverordnung

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum 26.06.2017 tritt die sog. EU-Geldtransferverordnung (Verordnung 2015/847 des europäischen Parlaments und Rates vom 20.05.2015 über die Übermittlung von Angaben bei Geldtransfers) in Kraft. Die Verordnung dient dem Zweck der Verhinderung, Aufdeckung und Ermittlung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bei Geldtransfers. Sie verpflichtet jede Bank bei der Ausführung von Geldtransfers, Angaben zum Auftraggeber (Zahler) und Begünstigten (Zahlungsempfänger) zu prüfen und zu übermitteln.

Damit wird erreicht, dass immer eindeutig bestimmbar ist, wer Zahler und wer Zahlungsempfänger ist. Das bedeutet aber auch, dass Banken die Zahlungsdaten überprüfen, Nachfragen anderer Kreditinstitute zur Identität des Zahlers bzw. Zahlungsempfängers beantworten und auf Anfrage diese Daten den zuständigen Behörden zur Verfügung stellen müssen.

Welche Änderungen sind für Sie relevant?
1. Bei der Übermittlung von Zahlungsverkehrsdaten müssen diese ab dem 26.06.2017 immer den Namen und den Vornamen des Zahlers enthalten, um fehlerfrei verarbeitet werden zu können. Unvollständige oder unrichtige Angaben können zur Abweisung der Transaktion bei den Banken führen.
2. Bei der Einreichung von Lastschriften ist ab dem 26.06.2017 zu beachten, dass für den Fall, dass die Lastschrift ein Debitorenkonto außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums EWR (EEA) belastet, im Datensatz zusätzlich zum Namen und Vornamen jeweils die Anschrift des Debitors anzugeben ist. Dies betrifft Konten in Ländern, die zwar zum SEPA-Raum gehören, aber nicht zum EWR (derzeit Schweiz).