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In Bäckerei-Filiale ist nur Kartenzahlung möglich

In Graz hat am Freitag das erste bargeldlose Geschäft Österreichs aufgemacht. In einer Filiale der Bäckerei Martin Auer kann man ausschließlich mit Kredit- oder Bankomatkarte bezahlen. Das Unternehmen will den Schritt nicht als „Wunsch nach einer generellen Abschaffung des Bargeldes verstanden wissen“, sondern weist vor allem auf die Zeitersparnis und die Minimierung von Fehlerquellen hin.

In der Filiale am Sonnenfelsplatz mitten im Unibereich will man die „zahlreichen Pluspunkte“ des bargeldlosen Betriebs testen. Fehlerquellen und Zeitaufwand wie beim Hantieren mit Münzen und Scheinen würden auf diese Weise reduziert, hieß es in einer Aussendung am Freitag. Für das Geschäft würden dadurch die tägliche Wechselgeldüberprüfung und die Endabrechnung wegfallen, der Kunde könnte einen besseren Überblick über seine Finanzen behalten, zeigte sich das Unternehmen überzeugt.

Man gehe davon aus, dass „so gut wie jeder“ Erwachsene über eine entsprechende Karte verfüge, für Kinder werde es eine Prepaid-Karte geben, die in jeder Martin-Auer-Filiale aufgeladen werden kann.

Text: Der Standard Österreich (APA, 21.4.2017) – Der Standard

Neues Lastschrift-Logo

Das bisherige ec-Lastschrift-Logo wird jetzt ersetzt werden.

Warum diese Änderung? Hintergrund ist, dass Mastercard als Inhaber die Eigentumsrechte an der Marke „ec“ (inkl. Karte mit Stift) einschließlich der Bildmarke hält und die weitere Nutzung stark eingeschränkt bzw. untersagt hat.

Daher hat die Deutsche Kreditwirtschaft in den letzten Jahren verstärkt an der Entwicklung ihrer neuen Marke „girocard“ gearbeitet, die heute die vormals als ec-Karte bekannte Zahlkarte der Banken bezeichnet. „girocard“ hat die Marke „ec“ bereits vollständig ersetzt.

Nun musste auch das vom Handel eingesetzte elektronische Lastschriftverfahren auf den aktuellen Stand gebracht werden. In diesem Zuge erhält es auch den neuen Namen SEPA-Lastschrift. Das neue vom HDE markenrechtlich angemeldete SEPA-Lastschrift-Logo wird das bisherige ec-Lastschrift-Logo vollständig ersetzen.

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Der HDE gestattet die Verwendung des Logos allen Händlern und Netzbetreibern im Rahmen der Nutzung und des Angebots eines SEPA-Lastschriftverfahrens sowohl im stationären Handel als auch im Internet. Voraussetzung ist die Einhaltung der Brand Guideline. Die Brand Guideline und verschiedene Logo-Vorlagen sind hier downloadbar.

EC-Terminal-Händler, der Lastschirften verwendet, dürfen also das alte Logo ab sofort gegen das neue austauschen. Eine vom derzeitigen ec-Markenrechtsinhaber gesetzte Frist zum Austausch der bisherigen ec-Logos gibt es nicht. Daher empfehlen wir Ihnen eine zügige Umstellung auf das neue SEPA-Lastschrift- und auch auf das girocard-Logo zur Vermeidung rechtlicher Auseinandersetzungen.

Anwendungsempfehlungen zur Einbettung der neuen Logos in die jeweiligen Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen sowie weiterführende Informationen zu den Hintergründen der Änderung finden Sie auf der Webseite des HDE. Wir werden selbstverständlich auch alle Artikel, die noch das bisherige Lastschrift-Logo tragen, zügig aktualisieren und neue Versionen für Sie bereitstellen.

Neues girocard-Logo

Bereits vor einigen Jahren hat die Deutsche Kreditwirtschaft die Marke „girocard“, die die vormals als ec-Karte bezeichnete Zahlkarte der Banken ersetzt, in den Markt eingeführt. Infolge des anhaltenden Rechtsstreits mit Mastercard wurde nun auch das girocard-Logo ein weiteres Mal überarbeitet. Unsere Akzeptanzaufkleber werden bereits heute mit dem neuen girocard-Logo ausgeliefert. Für alle Händler und Zahlungsanbieter ist es nunmehr zwingend erforderlich, sämtliche bisherigen ec- und ELV-Aufkleber vollständig zu entfernen und durch neue Aufkleber zu ersetzen.

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Das neue girocard-Logo finden Sie hier.

Neues Mastercard-Logo

Auch Mastercard hat sein Logo modernisiert und wirbt mit einem frischeren Markenbild. Die neuen Logos werden ebenfalls auf den neuen Akzeptanzaufklebern zu sehen sein.

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Das neue Mastercard-Logo finden Sie hier.

Text von der Ingenico GmbH

Onlinehändler sollen ab 2018 den Verbrauchern für die Zahlung per Lastschrift, Überweisung oder mit bestimmten Kreditkarten künftig dafür keine zusätzlichen Gebühren mehr in Rechnung stellen. Das geht aus der Pressemitteilung der Wettbewerbszentrale. Das geht aus dem Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie der EU in nationales Recht hervor, dass am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet werden soll.
 
Die Wettbewerbszentrale hat dazu folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

02.02.2017 // Zahlungsmöglichkeiten im Onlinehandel sollen für Verbraucher kostenlos sein – Gesetzesentwurf sieht entsprechende Neuregelung vor

Nach dem Willen des Gesetzgebers dürfen Onlinehändler dem Verbraucher für die Zahlung per Lastschrift, Überweisung, Kreditkarte oder andere besonders gängige Bezahlmöglichkeiten künftig keine zusätzlichen Zahlungsentgelte in Rechnung stellen: Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz plant, im Rahmen der Umsetzung des zivilrechtlichen Teils der EU-Richtlinie über Zahlungsdienste im Binnenmarkt (RL 2015/2366/EU) Händler zu verpflichten, die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten weitestgehend für den Verbraucher kostenlos anzubieten. Dies geht aus dem Referentenentwurf des Gesetzes zur Umsetzung des zivilrechtlichen Teils der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie hervor, den das Ministerium Ende Dezember 2016 vorgelegt hat.

Nach der derzeitigen gesetzlichen Regelung des § 312 a BGB ist der Anbieter von Waren und Dienstleistungen im Internet schon jetzt verpflichtet, mindestens eine kostenfreie und für den Verbraucher erreichbare Zahlungsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Thema hat sich auch die Wettbewerbszentrale in ihrer Praxis bereits beschäftigt. So hatte sie seinerzeit gegenüber der Plattform Opodo beanstandet, dass diese Kunden als einzige unentgeltliche Zahlungsmöglichkeit die Kreditkartenzahlung mit „Visa Entropay“ eingeräumt hatte. Das Landgericht Hamburg hatte dies als unzulässig angesehen (Urteil vom 01.01.2015, Az. 327 O 166/15 – nicht rechtskräftig, vgl. Pressemitteilung der Wettbewerbszentrale vom 15.10.2015 >>). Die Kammer sah das Vorenthalten einer für den Verbraucher ohne Weiteres erreichbaren kostenfreien Zahlungsmöglichkeit als Wettbewerbsverstoß an.

Während nach der bisherigen gesetzlichen Regelung aber die Zurverfügungstellung jedenfalls einer für den Verbraucher kostenfreien Zahlungsmöglichkeit ausreicht, will der Gesetzgeber nun den Verbraucher weitergehend vor unerwarteten Entgeltforderungen im Bereich des Onlinehandels schützen. Mit der geplanten Neuregelung soll sichergestellt werden, dass Verbraucher beim Kauf von Waren sowie bei der Bezahlung von Dienstleistungen nicht mit zusätzlichen Kosten belastet werden. Geplant ist die Einführung des § 270 a BGB-E, wonach jedenfalls für besonders gängige bargeldlose Zahlungsmittel in Zukunft keine zusätzlichen Entgelte mehr vereinbart werden dürfen. Insbesondere soll auch die Möglichkeit der – wenn auch nur teilweisen – Weitergabe von mit bestimmten Zahlungswegen verbundenen Kosten, die derzeit noch möglich ist, abgeschafft werden. Ziel des Gesetzgebers ist es, den Verbraucher vor unerwarteten Entgeltforderungen im Bereich des Handels zu schützen, die ihm nach Erfahrung der Wettbewerbszentrale häufig erst im laufenden Bestellvorgang mitgeteilt werden.

In einer gerade veröffentlichten Entscheidung des Bundesgerichtshofes hatte dieser die Plattform Opodo als verpflichtet angesehen, die für bestimmte Zahlungswege erhobene „Servicepauschale“ in den Endpreis einzurechnen (BGH, Urteil vom 29.09.2016, Az. I ZR 160/15, vgl. News vom 30.01.2017 >>). Die Verletzung der sich aus der Luftverkehrsdienste-VO ergebenden Verpflichtung zur Endpreisangabe sah er ebenfalls als Wettbewerbsverstoß an. Der Fall zeigt, dass die geplante Neuregelung durchaus große praktische Relevanz für Unternehmer und Verbraucher hat (F 5 0489/16).

 

Noch handelt es sich um einen Referentenentwurf, quasi die erste Stufe im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens. Es bleibt abzuwarten, ob im weiteren Verfahren noch Punkte geändert werden. Wir werden selbstverständlich darüber berichten und Sie auf dem Laufenden halten.

Anwendungsauswahl am POS

Seit dem 9. Juni 2016 gilt eine neu hinzugekommene Auflage für Händler mit mehreren Akzeptanzverträgen, dem Kartenzahler verpflichtend eine Anwendungsauswahl anbieten zu müssen, sofern dieser eine multifunktionale Karte zum Zahlen einsetzt. Die girocard (auch als ec-Karte bekannt) ist in der Regel eine multifunktionale Karte, denn sie unterstützt mehrere Zahlverfahren:

      • SEPA-Lastschrift (ELV)
      • girocard
      • girogo/GeldKarte
      • internationale Zahlverfahren (Maestro, V PAY oder JCB)

 
Der Gesetzgeber verlangt nicht nur, dass der Kartenzahler die Möglichkeit erhält, wählen zu können. Es muss ihm zudem klar angezeigt werden,

      • zwischen welchen Zahlverfahren er wählen kann,
      • für den Fall, dass der Kartenzahler von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch machen möchte, welches Zahlverfahren vom Händler präferiert wird (im Terminal voreingestellt ist).

 
Händler sollen also nicht mehr lediglich ihre Akzeptanzvielfalt mittels der sogenannten „Decals“ (Akzeptanzaufkleber) bewerben. Zusätzlich müssen alle Händler, die mehrere Zahlverfahren anbieten, deutlich darauf hinweisen, welches Zahlverfahren sie bei Einsatz einer multifunktionalen Karte an ihrem Karten-Terminal voreingestellt haben.

Die Terminals in Deutschland und so auch sämtliche Terminals der Ingenico Payment Services haben girocard bzw. ELV (sofern aktiviert) als Vorauswahl eingestellt. Diese Zahlverfahren verursachen üblicherweise für den Händler die geringsten Gebühren. Darüber muss nun der Kartenzahler informiert werden.
Unten aufgeführt finden Sie eine Variante zur Endkunden-Information am Kassenplatz, die mit dem deutschen Gesetzgeber abgestimmt ist.

Menüauswahl

Menüauswahl (Um das Bild größer zu sehen, bitte darauf klicken)

Der Händler kann mit dieser Vorlage seine Akzeptanzvielfalt anzeigen sowie seine voreingestellten Zahlverfahren.

Bitte stellen Sie sicher, dass Händler spätestens ab Aktivierung der Anwendungsauswahl-Funktion an ihren Terminals auch die Endkunden-Information am Kassenplatz anbringen. Das Terminal-Softwareupdate wird ab Jahreswechsel zum Download angeboten. Bitte kontaktieren Sie Ihren Ansprechpartner, um die Migrationsplanung abzustimmen.

Zusätzliches Informationsmaterial wie Flyer für den Endkunden, Kassenaufkleber sowie Schulungsmaterial für das Kassenpersonal befindet sich zurzeit in der Definitionsphase. Sobald wir Neuerungen haben, werden wir auf Sie zukommen.

Weitere Infomationen finden Sie auf den Seiten des deutschen Einzelhandelsverbandes (HDE): http://www.einzelhandel.de/index.php/zahlungssysteme/item/126654

Wir sind ständig darauf bedacht, nicht nur den Service für Sie, sondern auch den Service für Ihre Kunden zu optimieren. In diesem Zusammenhang und aufgrund der Implementierung der EU-Verordnung über Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge (Verordnung (EU) 2015/751) haben wir einen neuen Lastschrifttext entworfen.

Mit dem überarbeiteten Lastschrifttext sorgen wir für mehr Tranzparenz:
– Was passiert im Fall einer Rücklastschrift?

– In welchen Abständen werden die sogenannten Hoffnungsläufe durchgeführt?

– Mit welchen Kosten können Rücklastschriften verbunden sein?

Uns geht es dabei auch darum, Ihre Kunden für dieses Thema zu sensibilisieren. So können diese sicherstellen, dass ihr Konto zum Zeitpunkt des Lastschrifteinzugs bzw. des Hoffnungslaufs eine hinreichende Deckung aufweist. Auf diese Weise können unnötige Kosten vermieden werden.
Wir sind sicher, dass die stetige Verbesserung und Weiterentwicklung des Lastschriftverfahrens dazu führen wird, dass dieses auch weiterhin das „Zahlverfahren des Handels“ bleiben wird.

Bitte achten Sie darauf, wenn Ihr Belegdruck über die Kasse erfolgt, dass dieser ggf. durch den Kassenanbieter angepasst werden muss.
Der aktuellen Lastschrifttext:

SEPA-Lastschriftmandat
Ich ermächtige das oben/umseitig genannte Unternehm
en sowie dessen Dienstleister, die
NETZBETRIEBER, STRAßE, PLZ UND ORT,
Gläubiger-ID DE00ZZZ123456789, den oben/u
mseitig genannten Betrag („Kaufbe-
trag“) von meinem oben/umseitig angegebenen Konto
mittels Lastschrift einzuziehen. Zu-
gleich weise ich mein Kreditinstitut an, diese Last
schrift einzulösen. Ich kann innerhalb von
acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die
Erstattung des belasteten Betrages
verlangen. Es gelten dabei die mit meinem
Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
Verschuldete Rücklastschriften
Mir ist bekannt, dass jede Nichteinlösung der
Lastschrift („Rücklastschrift“) Bankgebühren
(von bis zu 12 Euro pro Rücklastschrift) sowie
etwaige weitere Schadensersatzpositionen
(z.B. Verzugszinsen) auslösen kann. Kommt es zu von
mir zu vertretenden Rücklastschriften,
verpflichte ich mich, die Bankgebühren und etwaige
weitere Schadensersatzpositionen sowie
einmalig einen Betrag in Höhe von 9,90 Euro zu zahl
en. Für diesen Fall ermächtige ich NETZBETREIBER,
den Kaufbetrag sowie die vorgenannten Positionen
als Gesamtbetrag in bis zu zwei
Versuchen von meinem Konto einzuziehen. Die weiteren
Einziehungsversuche erfolgen jeweils zwischen
7 und 60 Tagen nach der Rücklastschrift.
Adressweitergabe
Ich weise mein Kreditinstitut unwiderruflich an,
für den Fall der Nichteinlösung einer Last-
schrift dem Forderungsinhaber sowie dessen
Dienstleistern auf Anforderung meinen Namen
und meine Anschrift zur Geltendmachung der Forderung
mitzuteilen.

—————————————————

(Unterschrift)

Datenschutzrechtliche Information
Meine Zahlungsdaten (Kontonummer, Bankleitzahl,
Kartenverfallsdatum, Kartenfolgenummer,
Datum, Uhrzeit, Kaufbetrag, Terminalkennung, Ort,
Unternehmen und Filiale) werden zur
Kartenprüfung und Zahlungsabwicklung an Ingenico
weitergegeben. An Ingenico bzw. deren
Dienstleister wird ferner gemeldet, wenn eine
Lastschrift nicht eingelöst wurde. Wenn Sie im
Zusammenhang mit dem Widerruf einer Lastschrift
erklärtermaßen Rechte aus dem Grund-
geschäft (z.B. Sachmangel) geltend gemacht haben,
wird die Meldung umgehend gelöscht.
Zudem werden die Zahlungsdaten zur Verhinderung von
Kartenmissbrauch gemeinsam mit
den Rücklastschriftdaten zur Begrenzung des Risikos
von Zahlungsausfällen gespeichert und
genutzt. Ingenico erteilt insoweit auch an andere
Händler, die an ihrem System angeschlos-
sen sind, Empfehlungen, ob eine Zahlung mit girocard
und Unterschrift akzeptiert werden
kann. Soweit eine Zahlung mit girocard und
Unterschrift nicht akzeptiert wird, besteht bei posi-
tiver Autorisierung durch das kartenausgebende
Kreditinstitut die Möglichkeit, die Zahlung
durch Eingabe der PIN durchzuführen. Weitere Inform
ationen finden Sie im Aushangtext.

Prepaid-Handy-Aufladung: Einschränkungen bei der Aufladefunktion für Marken der E-Plus und Blau – Kommunikationsempfehlung für Händler und Kunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ab Oktober 2016 bis zum Jahresende kann es aufgrund von Arbeiten zu Verbesserung der Systeme des Mobilfunkanbieters E-Plus, zu Einschränkungen bei der Aufladefunktion für Prepaid Kunden der Marken von E-Plus und Blau kommen.

Für jeden einzelnen Endkunden der Marken von E-Plus und Blau gibt es daher ein bestimmtes kurzes Zeitfenster, in dem dieser sein Prepaid-Guthaben nicht aufladen kann. Die Kunden werden vom Ihrem Mobilfunkanbieter ein bis sechs Tage vorher per SMS informiert und gebeten ihr Guthaben bei Bedarf vorher zu laden. (Telefonieren, SMS schreiben und Surfen funktioniert weiterhin wie gewohnt.)

Sollten Ihre Kunden dennoch auf Sie zukommen, weil die Aufladefunktion kurzzeitig nicht verfügbar ist, verweisen Sie sie bitte auf den Kundenservice des jeweiligen Mobilfunkanbieters.

Hier unsere Kommunikationsempfehlung für Ihre Kollegen im Kundenkontakt im Falle einer Anfrage:

„E-Plus/Blau führt gerade eine technische Verbesserung für Sie durch. Leider ist das Aufladen Ihres Prepaid-Guthabens kurzzeitig während dieser Systemaktualisierung nicht möglich. Bitte versuchen Sie es morgen früh erneut — dann steht Ihnen die Funktion wieder wie gewohnt zur Verfügung. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an den Kundenservice Ihres Mobilfunkanbieters.“

Bitte informieren Sie entsprechend Ihre Händler bzw. Kunden.

Bargeldlos – aber wie? Der Kunde entscheidet – oder auch nicht
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Die EU hat durchgesetzt: Der bargeldlos zahlende Kunde entscheidet selbst, mit welchem Verfahren er sein Geld transferieren möchte. Zur Auswahl stehen die klassische Abbuchung oder Verfahren über Kreditkartengeber. Jedoch haben viele Händler eigene Präferenzen – teils aufgrund langjähriger Geschäftsbeziehungen, teils aufgrund der durch sie zu tragenden Geldtransferkosten.
So hat nun der Bundesverband der Electronic-Cash-Netzbetreiber ein eigenes Verfahren entwickelt, um einerseits den EU-Auflagen gerecht zu werden, andererseits die Händler-Präferenz zu befördern. Dieses BECN-Verfahren bietet zwar die Wahl der Bezahlverfahrens – jedoch muss der Kunde dieses persönlich auswählen und eingeben, bevor er seinen PayCard in das Gerät steckt. Da wird es in vielen Fällen bei der vom Händler vorgegebenen Auswahl bleiben.
Von Bedeutung mag das derzeit noch nicht sein, denn für den Kunden ist der Zahlvorgang bis auf Weiteres kostenneutral. Allerdings ist davon auszugehen, dass insbesondere die Branchenriesen künftig mit besonderen Rabattangeboten für Kunden ihre Marktanteile sichern könnten. Spätetens dann sollte der Kunde genau wissen, welche Kreditkarte er nimmt – und wie er das Zahlgerät rechtzeitig darauf einstellt.

Chinas Touristen fest im Blick – Concardis und AliPay starten Kooperation

Trotz einer aktuellen Wachstumsdelle hat in den vergangenen 50 Jahren kein Land einen derart phänomenalen Wirtschaftsaufschwung hingelegt wie China. Chinesische Wohlstandstouristen gehören daher zu einer immer bedeutsamer werdenden Kundengruppe – weltweit.
Aus dieser Tatsache hat Concardis, einer der führenden Anbieter für bargeldlosen Zahlungsverkehr in Europa, die Konsequenzen gezogen und eine Zusammenarbeit mit der weltweit größten Payment- und Lifestyle-Plattform „AliPay“ angebahnt. Die von der Ant Financial Services Group betriebene AliPay verknüpft so nicht nur aktuell 110.000 Nutzer mit den Geldtransfer-Möglichkeiten der Chinesen – die Kooperation bietet über eine App als „Global Lifestyle Platform“ auch ein Marketing-Instrument, welches die Chinesen aus ihrer Heimat bereits bestens kennen und nutzen. Hierüber wird es den deutschen Concardis-Partnern möglich, ihre Angebote gezielt auf die Kundschaft aus Fernost zu orientieren und sie direkt produkt- und kundenorientiert anzusprechen. Denn die App führt den potentiellen Käufer aus dem Land der Mitte direkt dorthin, wo Kunde und Verkäufer zusammenkommen. Sie aktualisiert sich ständig standortorientiert selbst und wird so für den chinesischen Kunden zu einem Wegweiser durch die Welt den gehobenen Konsums.

Chinas Touristen erobern die Welt

Das ist umso bedeutender, als der Urlaub für die Chinesen heute eine deutlich andere Qualität hat als beispielsweise für den Europäer. Für Chinesen ist ihre „Auslandsurlaub“ ein Lebensereignis, in dem sie ihren Horizont erweitern und sich mit allen Waren eindecken wollen, die zu Hause nicht zu bekommen sind. So ermittelte die „Financial Times“ jüngst, dass chinesische Touristen allein in Deutschland durchschnittlich 5.200 US-Dollar ausgeben – eine zahlungskräftige Zielgruppe.
Hält man sich dann noch vor Augen, dass – wie die Deutsche Zentrale für Tourismus ermittelte – bereits 2014 über zwei Millionen Übernachtungen von Gästen aus China gebucht wurden und die Zahlen ständig steigen, bekommt man einen kleinen Eindruck davon, welch eine Kaufkraft über AliPay an die Ufer des deutschen Einzelhandels gespült werden.
Übrigens: AliPay wird in China derzeit von mehr als 450 Millionen Menschen genutzt und deckt 80 Prozent aller mobilen Geldtransfergeschäfte ab. Aber auch im Online-Bereich hat AliPay bereits einen Anteil von 50 Prozent am chinesischen Markt. Das bedeutet: Wer seine Geldgeschäfte via Concardis mit AliPay abwickeln kann, der wird künftig nicht einmal mehr darauf angewiesen sein, dass sein chinesischer Kunde durch die Tür seines Geschäfts in den Laden kommt. Der visuelle Besuch auf der eigenen Verkaufsplattform reicht auch. Und so tun sich für Concardis-AliPay-Kunden völlig neue Geschäftsmöglichkeiten mit dem größten Binnenwirtschaftsraum der Welt auf.

AliPay per Update

Was nun hat der Concardis-Partner zu tun, um diesen zahlreichen Zusatznutzen der AliPay-Partnerschaft für sich einsetzen zu können? Erst einmal nicht, denn Concardis wird die AliPay-Möglichkeiten Schritt für Schritt erst in Deutschland und dann in Österreich in das gesamte Concardis-Händler-Portfolie integrieren.
Für den reinen Bezahlvorgang via AliPay ist bei POS-Terminal lediglich ein Software-Update nötig. Neue oder ergänzende Geräte sind nicht nötig. Sobald das Update installiert ist, kann der Händler mit Unterzeichnung des unvermeidlichen Akzeptanz-Vertrages alle AliPay-Möglichkeiten nutzen. Concardis wird hierbei mit den H5000-Terminals beginnen und anschließend auf die anderen Concardis-Equipments ausweiten.

Zahlen wie daheim

Die Abwicklung der Bezahlvorgänge ist dann ein Kinderspiel. Durch einen QR-Code auf dem Terminal, den der AliPay-Nutzer mit seiner App abscannt, wird der Bezahlvorgang veranlasst. Für den chinesischen Kunden wird der Zahlvorgang genau so abgewickelt, wie er es von seiner Heimat kennt.
Die Präsidentin von AliPay, Sabrina Peng, unterstrich bei Kooperationsabschluss die Bedeutung, die sie dem deutschen Markt zuweist und unterstrich, dass „durch die Partnerschaft die deutschen Händler mit zahlreichen chinesischen Touristen in Deutschland über unser Payment- und Marketing-Konzept miteinander vernetzt werden. Gleichzeitig bieten wir den chinesischen Touristen eine Bezahlmöglichkeit, die sie von daheim kennen“. Marcus Mosen von Concardis unterstrich vor allem den Mehrwert, der seinen Geschäftspartnern aus dieser Kooperation erwächst: „Wir wollen die Chancen der Digitalisierung nutzen, um echte Mehrwerte für unsere Kunden zu schaffen. Payment ist keine isolierte Funktionalität, sondern muss in die gesamte Kundenkommunikation integriert werden. Die Global Lifestyle Platform von Alipay gibt uns dafür die Möglichkeit.“

Hintergrund: AliPay

AliPay wurde 2004 gegründet und entwickelte sich als Bezahlsystem des größten chinesischen Online-Händlers AliBaba zu derzeit weltzweit drittgrößten Anbieter für Bezahldienstleistungen. Allein während des Shopping-Festivals am 11. November 2015 – einer Art Super-Shopping-Show – wickelte AliPay Zahlungen im Gesamtwert von 91,3 Milliarden Renminbi, der chinesischen Inlandswährung, ab. In China sind derzeit über 600.000 Geschäfte und über eine Million Taxis an das AliPay-System angeschlossen. Stand Dezember 2015 wurde AliPay außerhalb Chinas in rund 50.000 Geschäften akzeptiert. Die Kooperation mit Concardis und seinen derzeit 110.0000 Partnern stellt insofern auch für AliPay nun den Durchbruch auf dem internationalen Geldmarkt dar.

Kontaktlos zahlen mit Girocard und Anwendungsauswahl

Ab diesen Sommer 2016 bietet die Deutsche Kreditwirtschaft als Betreiber von Girocard zusätzlich zu den bereits eingeführten Geld-Transaktionangeboten auch die Option der Kontaktlostechnologie an. Über die elektronischen Kassenterminals des Handels (POS-Terminals) können damit alle Transaktionen kontaktlos abgewickelt werden. Bei Kleinbeträgen bis 25 Euro soll dann sogar eine Zahlung ohne PIN möglich werden. Positiver Nebeneffekt dieser Neuerung: Der Kunde kann, wenn er dieses wünscht, künftig ganz auf eine „greifbare“ Kreditkarte verzichten. Statt dessen wird eine virtuelle CashCard im sicheren Speicherbereich des SIM des Smartphones gesichert: Die lästige Kartensammlung im Portemonaie des Kunden wird damit überflüssig.

Die anstehende Anpassung des GiroCard-Vertragswerkes enthält neben der Möglichkeit der Kontaktloszahlung auch Änderungen, die aufgrund einer EU-Verordnung zur Regulierung von Interbankenentgelten und weiterer Maßnahmen notwendig geworden ist. Für die entsprechenden Zahlungssysteme des EU-Raums gilt künftig für den Händler ein maximales Händlerentgelt von 0,2 Prozent, welches in Deutschland sogar zwischen Kartenherausgeber und Händler verhandelt werden muss.

Händler können ihren Kunden ab sofort eine von ihnen bevorzugte Zahlungsmöglichkeit vorschlagen, soweit diese von der jeweiligen Kundenkarte unterstützt wird. Der Kunde ist allerdings berechtigt, eine andere Wahl zu treffen, ohne dass hierdurch der Händler als Surcharging ein Aufgeld für die Kartenzahlung berechnen darf. Weiterhin sind Händler künftig verpflichtet, Sicherheitsvorfälle umgehend an die Netzbetreiber zu melden, welche diese wiederum an die Kreditwirtschaft weitergeben müssen. Hierdurch soll das bargeldlose Bezahlen noch sicherer gemacht werden.

Kontaktlos zahlen? Ja, aber …Kontaklos bezahlen mit dem iPP H-Touch 480
Der Trend zum kontaktlosen Zahlen ist nicht mehr aufzuhalten. Nicht zuletzt dank der Möglichkeiten, die ApplePay anbietet, wird das lästige Karteneinschieben in ein paar Jahren der Vergangenheit angehören. Dennoch scheint Deutschland auf diesem Sektor immer noch ein wenig Entwicklungsland zu sein.
Hindernisse zur flächendeckenden Einführung kontaktlosen Zahlens scheinen derzeit sowohl bei den Banken als auch bei den konkurrierenden Anbieter zu liegen.

ApplePay in der Warteschleife
Zwar haben seit Jahresbeginn – damals waren gerade einmal rund 60.000 der insgesamt 800.000 Bezahlterminals für den kontaktlosen Zahlungsempfang vorbereitet – beispielsweise Aldi Nord und Lidl ihre Filialen „kontaktlos“ gemacht, dm und Penny die Terminals flächendeckend ausgetauscht, dennoch steht ApplePay in der Warteschleife. Ein Grund dafür wird darin vermutet, dass das einstmals als Rabattierungsangebot gestartete Payback-Verfahren mit PaybackPay sein eigenes Bargeldlossystem durchsetzen möchte. Dieses ist zum ersten Juni bei den dm-Filialen gestartet, im Juli kam Real hinzu und Rewe will im Herbst nachziehen.
Doch auch die Banken ziehen noch nicht mit. Dort herrscht derzeit eine Verweigerungshaltung, die ApplePay das Leben schwer macht. Ein Blick auf das Vereinigte Königreich, Australien oder Kanada zeigt allerdings: Irgendwann schert einer aus der Verweigerung aus – und dann ziehen die anderen schnell nach.

Das Bargeldland wird kontaktlos
Eine Schwierigkeit für ApplePay liegt für Experten auch darin, dass der Apple-Marktanteil in Deutschland unter 20 Prozent liegt. Sollte allerdings mit ApplePay ein kontaktloses Zahlungssystem die Kunden gewinnen können, sind selbst höhere Verkaufszahlen für die Apple-Hardware vorstellbar. Gerade auf dem Markt der bargeldlosen Bezahlsysteme hängt eben alles immer mit allem zusammen.
Insgesamt ist der Trend hin zum bargeldlosen Zahlen auch in Deutschland nicht zu übersehen. Dennoch gilt die alte Republik immer noch als Bargeldland. Doch der Trend steht auf Umstellung: 2015 wurden mit 22,9 Milliarden Euro bereits 5,7 Prozent aller Geldumsätze bargeldlos abgewickelt. Im Vorjahr 2014 waren es nur 5,3 Prozent gewesen.
Hierbei haben Girocard und das elektronische Lastschriftverfahren die Nase vorn. Sie sind des Deutschen liebstes, bargeldoses Zahlsystem.

Frühe Versuche scheiterten
Obgleich beispielsweise die Berliner Verkehrsbetriebe schon in den Neunzigern des vergangenen Jahrhunderts und der Hamburger Verkehrsverbund aktuell den Einsatz von gezielten Bargeldlossystemen erprobt haben und gerade in Berlin schon damals darüber nachgedacht worden war, die Zahlung quasi „im Vorbeigehen“ kontaktlos zu erledigen, ist Deutschland beispielsweise im Vergleich zu England und Spanien immer noch Entwicklungsland. Dort können U-Bahn und Bus schon seit Jahren kontaktlos bezahlt werden. Und da schließt sich dann der Kreis zu ApplePay. Denn in beiden Ländern ist das Verfahren bereits nicht mehr aufzuhalten und deutlich weiter als sogar im Mutterland des „AirCash“, den USA. Dort ist man derzeit gerade mit Mühen dabei, die Umstellung vom überholten Magnetstreifen auf den Chip zu schaffen – und hinkt insofern sogar der schwerfälligen Bundesrepublik hinterher. Selbst Nachbar Polen ist hier bereits deutliche Schritte voraus.

AMEX steht sich selbst im Weg

Offen ist auch noch, wie hoch die Transaktionsgebühren sein werden, die bei den banken hängenbleiben – und die für diese ein entscheidendes Argument sind, sich an neuen Systemen zu beteiligen. In den USA zahlen die Banken beispielsweise 0,15 % einer Kreditkarten-Transaktion an Apple. Nach der Regulierung durch die EU bekommen die Banken wiederum selbst gerade 0,3 % – von denen sie dann die Hälfte weiterreichen müssten. Das erscheint vielen Banken zu wenig attraktiv und eine einvernehmliche Einigung steht noch aus.
Da nach einer solchen die technische Umsetzung erfolgen muss, ist mit einem Einsatz von ApplePay in 2016 keinesfalls mehr zu rechnen. Denn die technische Integration wird mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen. So wird derzeit darüber spekuliert, dass ApplePay wie beispielsweise in Australien, Kanada und Spanien sozusagen mit AMEX huckepack an den Markt geht. Doch einerseits ist die AMEX-Card in Deutschland eher ein Nischenprodukt, andererseits werden REWE und Co, die derzeit PaybackPay einführen, vermutlich wenig begeistert, mit einem ApplePay-Markteinstieg unmittelbare Konkurrenz zu bekommen.
Besonders pikant: Payback ist ein Tochterunternehmen von AMEX und würde mit ApplePay per AMEX dem eigenen System in die Parade fahren. Dennoch wird auch ApplePay mittelfristig in Deutschland nicht aufzuhalten sein – und das allein schon deshalb, weil die Apple-Angebote immer noch als state-of-the-art gelten und das Zahlen per Apple chicer werden wird als über ein schnödes Payback-Rabatt-System.