Schweden führt Offline-Kartenzahlungen als Schutz vor Krisen und Internetausfällen ein

Angesichts der zunehmenden Sorge vor Sabotageakten, Cyberangriffen und großflächigen Internetausfällen stärkt Schweden seine Notfallvorsorge im Zahlungsverkehr. Die schwedische Zentralbank (Riksbank) hat eine Vereinbarung mit den nationalen Zahlungsdienstleistern getroffen, um die flächendeckende Möglichkeit für Kartenzahlungen ohne aktive Internetverbindung zu schaffen.

Die Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die hohe Digitalisierung und die stark rückläufige Nutzung von Bargeld im Land. Im Falle eines Ausfalls der digitalen Kommunikationsnetze droht die Funktionsfähigkeit wichtiger Versorgungs- und Infrastrukturbereiche gefährdet zu werden.
Landesweite Einführung bis Mitte 2026 geplant.

Ziel ist es, bis Mitte 2026 in ganz Schweden die Möglichkeit für Offline-Zahlungen mit physischen Debit- und Kreditkarten sowie PIN zu etablieren. Dies soll sicherstellen, dass Bürger auch während kritischer Störungen weiterhin lebensnotwendige Einkäufe tätigen können. Riksbank-Gouverneur Erik Thedéen bezeichnete diesen Schritt als einen „Meilenstein bei unseren intensivierten Bemühungen zur Stärkung der Notfallvorsorge“.

Die Lösung stützt sich auf Technologien, die bereits in anderen europäischen Ländern erprobt sind und zeigen, dass finanzielle Transaktionen auch bei einer Unterbrechung der internationalen Datenverbindungen zuverlässig funktionieren. Die Initiative Schwedens wird auch von anderen nordischen und baltischen Staaten wie Norwegen, Finnland und Estland beobachtet, die ähnliche Vorkehrungen zur Erhöhung der Resilienz ihrer Finanzsysteme planen.

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