Sparkassen erheben schwere Vorwürfe gegen PayPal und appellieren an EZB und Bundesbank

Die Sparkassen haben in einem Brandbrief an die Europäische Zentralbank (EZB) und die Deutsche Bundesbank schwere Vorwürfe gegen den US-Zahlungsdienstleister PayPal erhoben. Anlass ist eine kürzlich aufgetretene Sicherheitspanne bei PayPal, deren Behebung laut den Sparkassen unzureichend verlaufen sei.

Die Sparkassen kritisieren, dass PayPal die Schuld für die Probleme gegenüber den gemeinsamen Kunden fälschlicherweise den Kreditinstituten zugeschoben habe. Gleichzeitig habe PayPal nicht die notwendige Unterstützung und die geforderten Unterlagen bereitgestellt, um die Störung rasch zu beheben. Dies habe zu einer starken Belastung der Kommunikationskanäle der Sparkassen geführt und den Geschäftsbetrieb beeinträchtigt.
Nach eigenen Angaben sehen die Sparkassen ihre Möglichkeiten zur Lösung der Situation als „ausgeschöpft“ an und suchen nun die Hilfe der Bundesbank und der EZB.

PayPal hingegen weist die Anschuldigungen zurück. Das Unternehmen erklärt, die Banken sofort nach Erkennung des Problems informiert und die Störung schnell behoben zu haben. Man stehe seither in intensivem Austausch mit den Banken, um die Kunden zu schützen. Nach Angaben von PayPal waren von der Panne „weniger als fünf Prozent“ aller deutschen Kunden betroffen, was bis zu 1,7 Millionen Nutzern entspricht. PayPal hat allein in Deutschland 35 Millionen Nutzer.

Handel fordert europäische PayPal-Alternative

Parallel zum Konflikt zwischen den Sparkassen und PayPal hat der Handelsverband Deutschland (HDE) die Notwendigkeit einer europäischen Alternative zu US-Zahlungsdiensten wie PayPal bekräftigt. Der Verband unterstützt dabei die Entwicklung von Wero, einem Echtzeit-Überweisungsdienst, der seit 2025 in Deutschland, Frankreich und Belgien verfügbar ist.

Mit Wero können Kunden teilnehmender Banken Geld direkt an andere Nutzer senden, ohne eine IBAN eingeben zu müssen – lediglich eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse genügt. Bislang haben sich laut Berichten über 42 Millionen Menschen in Europa für den Dienst registriert, davon 1,8 Millionen in Deutschland.

Quelle: https://www.pcwelt.de/article/2898506/sparkassen-beschweren-sich-bitter-ueber-paypal.html

paypal-sicherheitsleck
karten terminal newsletter

Zukunft des Bezahlens entdecken

Future Payments – das Innovationsportal für modernes Bezahlen.
Trends, Technologien und Lösungen für den Handel von morgen – bleiben Sie immer einen Schritt voraus.