Einfach die EC- oder Kreditkarte für einige Sekunden gegen ein spezielles Terminal halten und der Einkauf ist bezahlt – ohne Unterschrift oder PIN.
So könnte der Gang zur Kasse bald zur Gewohnheit werden. Kontaktloses Bezahlen heißt die Technik, welche Händler und Banken 2012 in vielen deutschen Städten einführen wollen. So sollen zum Beispiel ab August alle 45 Millionen EC-Karten-Besitzer bei Sparkassen im Regelaustausch Schritt für Schritt mit der kontaktlosen Kartentechnologie ausgestattet werden. Darüber hinaus beabsichtigen viele Banken an ihre Kunden die kontaktlose Visa-Zahlungskarte (Visa payWave) auszugeben. Hierbei handelt es sich um Karten mit eingebautem Transponder. Dies ermöglicht die Verarbeitung und Speicherung von Daten sowie die kontaktlose Kommunikation mithilfe von Radiowellen (RFID). Die Voraussetzung für den Einsatz des innovativen Zahlungsverfahrens sind zudem geeignete Kassenterminals, die für die Nahbereichsfunktechnik (NFC) ausgelegt sind. Das Hamburger Unternehmen Future Payments GmbH hält im Internet unter www.karten-terminal.de ab sofort entsprechende Lesegeräte vor und berät die Händler beim Ausbau der Hardware-Infrastruktur.
Die Terminals machen Kartenzahlungen für die Kunden schneller und bequemer. Insbesondere kleinere Einkäufe, wie zum Beispiel Zeitung und Brötchen, sind so im Handumdrehen erledigt. Darüber hinaus sind die Lesegeräte wenig störanfällig, da nur geringe
Abnutzungserscheinungen auftreten. Die Lesegeräte können per USB-Schnittstelle mit dem bisher verwendeten Kartenterminal verbunden oder als „on-board“-Lösungen integriert werden. Die Reader kommunizieren mit allen Arten von kontaktlosen Geld- und Kreditkarten, da die kontaktlosen Verfahren alle auf dem internationalen Funkübertragungsstandard NFC beruhen. Dies gilt auch für das kontaktlose Zahlverfahren von Mastercard PayPass. Während Visa payWave bis heute nur auf Akzeptanzstellen im Ausland verweisen kann, wird mdas PayPass-Verfahren bereits beispielsweise in vielen Douglas-Filialen akzeptiert. Auch die Systemgastronomiekette Vapiano und Star-Tankstellenbetreiber setzen bereits auf die kontaktlose Technologie. Doch nicht jede Rechnungssumme ist auf diese Weise bezahlbar.
Sowohl mit PayPass als auch payWave kann der Kunde bis zu einem Betrag von 25 Euro bezahlen. Wird ein höherer Betrag erreicht, ist weiterhin die Eingabe der Geheimzahl (PIN) oder eine Unterschrift erforderlich. Mit dem Verfahren der Deutschen Kreditwirtschaft girogo, das die Sparkassen einsetzen werden, sind zunächst Zahlungen von bis zu 20 Euro möglich. Das Limit soll jedoch bereits 2013 auf voraussichtlich 35 Euro erhöht werden. Die Geldkarten basieren auf dem sogenannten Prepaid-System. Das bedeutet, dass sie an einem Geldautomaten oder Bezahlterminal des Handels mit einem Guthaben aufgeladen werden müssen, welches bis zu 200 Euro betragen kann. Das kontaktlose Bezahlen ist mit girogo im Ausland nicht möglich.
Das kontaktlose Bezahlen steigert zudem das Sicherheitsempfinden beim Verbraucher, da dieser die Karte während der gesamten Zeit in der Hand hält. Ein deutlicher Pluspunkt im Hinblick auf das sogenannte Skimming. Hierbei werden mit Attrappen die Informationen vom Magnetstreifen der EC-Karten ausgelesen und auf andere Karten kopiert. Die oftmals schmerzhafte Folge: Betrüger heben im Ausland Geld vom Konto des Betroffenen ab. Wie bei herkömmlichen Kartenzahlverfahren werden auch beim kontaktlosen Bezahlen keine Kundeninformationen und Namen an die Händler weitergegeben.
KONTAKTLOSES BEZAHLEN: HAMBURGER UNTERNEHMEN UNTERSTÜTZT HÄNDLER MIT LEISTUNGSFÄHIGEN KARTENTERMINALS
- Martin Damaszek
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