Meistercard führt die \“Selfie\“ Bezahlung ein

Das Smartphone macht’s möglich! MasterCard, einer der meistgenutzten Kreditkartenanbieter nicht nur in Deutschland, führt ein neues neues Verfahren zur Zahlungssicherheit ein. Statt wie bisher mit einem Passwort bzw. einer PIN (das manche Nutzer immer noch diebes-gerecht im Portemonaie auf einem Zettelchen mit sich führen) wird es künftig möglich sein, die Identität des Zahlenden mit einen „Selfie“ zu bestätigen.

\"SelfieBei „Selfie-Pay“, so die Bezeichnung dieses Verfahrens, wird statt eines Kennwortes dann beim Zahlungsvorgang per Smartphone ein Selbstportrait gesendet. Wichtig dabei: Der Mastercard-Zahler muss blinzeln! So soll verhindert werden, dass einfach ein Foto vor die Kamera gehalten wird.
Um diese neue Art der Zahlungsbestätigung nutzen zu können, muss der MasterCard-Inhaber beim Kreditkarten-Anbieter ein aktuelles Foto von sich hinterlegen. Dazu wird eine entsprechende App angeboten. Ist dieser einmalige Vorgang abgeschlossen, gleicht die Software bei jedem Zahlungsvorgang das Selfie mit dem hinterlegten Foto ab. Wird die Übereinstimmung bestätigt, wird die Zahlung freigegeben. Dieses neue Verfahren soll jetzt in Großbritannien starten und ab Sommer des Jahres in vierzehn weiteren Ländern eingeführt werden.

Doch nicht nur MasterCard arbeitet an neuen Verfahren der Sicherheit. Denn angesichts des fast schon inflationären Internet-Einsatzes und dem Siegeszug der Karte beim alltäglichen Einkauf gilt das herkömmliche Verfahren nicht als sicher. Zu schnell – siehe oben – kann ein Taschendieb neben der Karte auch das Passwort „erobern“. Doch selbst, wenn das Passwort nicht benutzergerecht zur Karte gelegt wird, haben es Diebe oftmals recht leicht, mit einer gestohlenen Karte unrechtmäßig einzukaufen. So ist immer noch das meist verendete Passwort eine simples „1-2-3-4-5-6“. Da haben es Kriminelle leicht.

Welches Verfahren sich am Ende durchsetzen wird, steht derzeit allerdings noch in den Sternen. Versucht es MasterCard nun mit biometrischer Erkennung, so tüfteln andere an Fingerabdruck-Erkennung (was allerdings bei ganz hartgesottenen Kriminellen die Versuchung aufkommen lassen könnte, den Zeigefinger gleich mitzustehlen), Stimmenabgleich (was beispielsweise in Bahnhofshallen auf Schwierigkeiten stoßen könnte) oder sogar mit Blutdruckmessung über die Fingerkuppe. Ob letzteres allerdings noch funktioniert, wenn der Zahlungspflichtige ob seines Kaufes so aufgeregt ist, dass der Blutdruck steigt – man wird es abwarten müssen. Sicher ist nur: Das klassische Passwort wird bald ausgedient haben. Für die Kunden, die – wenn sie sich korrekt verhalten – einen unüberschaubaren Wust von Passwörtern im Kopf herumtragen müssen, sicherlich eine Erleichterung.

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